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Bernhardiner ist das letzte, was ich sein möchte

Spruchbild: Bernhardiner ist das letzte, was ich sein möchte.  Dauernd die Flasche am Hals, und niemal …

Bernhardiner ist das letzte, was ich sein möchte. Dauernd die Flasche am Hals, und niemals trinken dürfen!

Bedeutung

Ringelnatz verwandelt den Bernhardiner mit Rettungsflasche in eine komische Leidensfigur. Das Tier trägt dauernd Alkohol am Hals, darf aber selbst nichts trinken. Die Pointe lebt vom Rollenwechsel: Aus dem Helfer wird jemand, der ausgerechnet an seiner eigenen Ausstattung scheitert. Der Humor ist leicht absurd und typisch trocken. Gemeint ist kein ernstes Tierbild, sondern ein scherzhafter Blick auf Verzicht, Versuchung und die komische Ungerechtigkeit einer bekannten Rettungsszene.

Verwendung

Der Spruch passt zu humorvollen Tierseiten, Ringelnatz-Sammlungen, Kalendern oder lockeren Texten über skurrile Alltagspointen. Er eignet sich für Menschen, die trockenen Wortwitz mögen. In Kontexten rund um Alkoholprobleme, Sucht oder Tierschutz sollte er besser nicht verwendet werden, weil die Pointe dort schief wirken kann.

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Über Joachim Ringelnatz

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1883 - 1934

Joachim Ringelnatz (1883–1934) war deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, der mit humoristischen, skurrilen Gedichten um die Kunstfigur Kuttel Daddeldu berühmt wurde.

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Bürgerlich Hans Gustav Bötticher, wurde er in Wurzen geboren und starb 1934 in Berlin. In der Weimarer Republik erlangte er große Popularität und pflegte enge Freundschaften mit Schauspielern wie Asta Nielsen und Paul Wegener. Sein expressionistisch-witziges Werk wird bis heute geschätzt.

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