
Herr, du hast mir das Können genommen, nimm mir auch das Wollen.
Bedeutung
Der humorvolle Spruch ist ein Stoßgebet gegen den eigenen Tatendrang. Das Können sei schon genommen, nun möge auch das Wollen verschwinden. Die Pointe lebt von Selbstironie über Alter, Überforderung oder nachlassende Fähigkeiten. Sie kann entlastend sein, wirkt aber heikel, wenn echte Krankheit oder Behinderung betroffen ist. Als frecher Seufzer funktioniert er nur mit freiwilliger Selbstironie. Das Gebet klingt komisch, weil Wunsch und Schwäche dieselbe Richtung bekommen.
Verwendung
Der Spruch passt zu vertrautem Humor über Überforderung, Alter oder Ruhestand. Er sollte nicht über andere Menschen mit Einschränkungen gesagt werden. Als direkte Aussage über andere wäre er verletzend. Der Witz berührt nachlassendes Können und kann schnell abwertend wirken; er braucht einen selbstironischen Rahmen.
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