
Es ist schön, unter angesehenen Männern hervorzustechen.
Bedeutung
Seneca beschreibt den Wunsch, unter Gleichgestellten aufzufallen, nicht als Eitelkeit, sondern als natürlichen und durchaus legitimen Antrieb des Menschen. Das Wort schön ist dabei bezeichnend: Es klingt nicht nach Pflicht oder Zwang, sondern nach Freude und innerer Befriedigung. Seneca rechtfertigt damit Ambition als Teil eines gelingenden Lebens – solange sie mit Tugendhaftigkeit und echtem Streben verbunden bleibt und nicht in bloße Prahlerei oder Konkurrenzdenken mündet.
Verwendung
Passt in Reden zu Auszeichnungen, Preisverleihungen oder Jubiläen, wenn jemand für besondere Leistungen geehrt wird. Auch als Begleitzitat in Laudationes oder als Impuls in Gesprächen über Ehrgeiz und Leistungskultur. Die historisch rein männliche Formulierung in klassischen Übersetzungen sollte beim Einsatz mitbedacht werden.
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Über Seneca
Über den Autor
Philosoph · Römisch · 4 v. Chr. - 65 n. Chr
Lucius Annaeus Seneca (ca. 1–65 n. Chr.) war ein römischer Stoiker, der als Erzieher und Berater Kaiser Neros dessen Herrschaft mitgestaltete und auf kaiserlichen Befehl Selbsttötung beging.
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Obwohl Seneca in seinen Schriften Verzicht und Bescheidenheit predigte, zählte er zu den reichsten und mächtigsten Männern Roms – ein Widerspruch, der ihm schon zu Lebzeiten den Ruf eines Opportunisten einbrachte. Im Jahr 55 bekleidete er ein Suffektkonsulat. Zuletzt beschuldigte ihn Nero der Beteiligung an der Pisonischen Verschwörung und zwang ihn damit in den Tod.
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