gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Was das Gesetz nicht verbietet, das verbietet der Anstand

Spruchbild: Was das Gesetz nicht verbietet, das verbietet der Anstand.

Was das Gesetz nicht verbietet, das verbietet der Anstand.

Bedeutung

Lucius Annaeus Seneca, der stoische Philosoph und Dramatiker, formuliert in diesem Satz eine ethische Überzeugung über die Grenzen des Gesetzes: Was das Gesetz erlaubt, muss nicht anständig sein. Der Anstand – das innere moralische Gespür für das Richtige – reicht weiter als der äußere Zwang des Rechts. Wer nur das Legale als Maßstab nimmt, ist kein wirklich moralischer Mensch, sondern nur ein gesetzestreuer. Seneca, der selbst als Stoiker den inneren moralischen Imperativ über äußere Regeln stellte, beschreibt damit eine Überzeugung über die Überlegenheit innerer Ethik gegenüber bloßer Gesetzestreue.

Verwendung

Passend als Seneca-Zitat in Texten über Anstand, Moral und die Grenzen des Rechts sowie für Beiträge über stoische Ethik, Charakter und die Unterscheidung zwischen legalem und moralisch gebotenem Verhalten. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über inneres Ethos als Maßstab über das Gesetz hinaus.

Wie gefällt dir dieser Spruch?

Durchschnittsbewertung: 5.00 von 5 (1 Stimme)

Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.88 von 5

Über Seneca

Über den Autor

Philosoph · Römisch · 4 v. Chr. - 65 n. Chr

Lucius Annaeus Seneca (ca. 1–65 n. Chr.) war ein römischer Stoiker, der als Erzieher und Berater Kaiser Neros dessen Herrschaft mitgestaltete und auf kaiserlichen Befehl Selbsttötung beging.

Mehr erfahren

Obwohl Seneca in seinen Schriften Verzicht und Bescheidenheit predigte, zählte er zu den reichsten und mächtigsten Männern Roms – ein Widerspruch, der ihm schon zu Lebzeiten den Ruf eines Opportunisten einbrachte. Im Jahr 55 bekleidete er ein Suffektkonsulat. Zuletzt beschuldigte ihn Nero der Beteiligung an der Pisonischen Verschwörung und zwang ihn damit in den Tod.

Mehr auf Wikipedia
Quadratisches Spruchbild: Was das Gesetz nicht verbietet, das verbietet der Anstand.

Ähnliche Sprüche

Mehr von diesem Autor

Alle Sprüche von Seneca