
Keine lockt mich, Ranunkeln, von euch, und keine begehr ich; Aber im Beete vermischt sieht euch das Auge mit Lust.
Bedeutung
Goethes kurzer Naturvers spricht die Ranunkeln direkt an. Keine einzelne Blume lockt oder begehrt er, doch im Beet vermischt erfreuen sie das Auge. Der Gedanke liegt in der Wirkung des Zusammenspiels: Nicht immer zählt das einzelne Hervorstechen, manchmal entsteht Schönheit erst durch Mischung und Gesamtbild. Der Spruch ist fein beobachtet und eher ästhetisch als moralisch. Die Mischung im Beet wird zum ästhetischen Argument für Wirkung durch Zusammenklang.
Verwendung
Das Zitat passt zu Gartentexten, Blumenkarten, Naturbetrachtungen oder ästhetischen Reflexionen. Es eignet sich, wenn Vielfalt im Zusammenspiel beschrieben werden soll. Für allgemeine Glückwünsche ist es zu speziell, mit Blumenmotiv aber sehr stimmig. Ein Gartenbild oder Blumenstrauß ergänzt ihn sehr gut.
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Über Johann Wolfgang von Goethe
Über den Autor
Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.
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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.
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