
Den Mund auftun und beleidigen ist bei manchen Leuten eins.
Bedeutung
La Bruyère beschreibt eine Charaktereigenschaft, die sich als Unvermeidlichkeit tarnt: Manche Menschen beleidigen nicht absichtlich – aber der Schaden ist derselbe. Das Öffnen des Mundes und das Verletzen gehen bei ihnen zusammen, wie eine Reflexhandlung. Das ist eine Beobachtung über Menschen, die soziale Sensibilität schlicht nicht mitbringen. Der Satz gewinnt Profil, weil er eine klare innere Bewegung beschreibt: weg von bloßer Behauptung, hin zu einer Haltung, die im Alltag geprüft werden kann. Dadurch bleibt die Aussage greifbar und nicht nur allgemein klug.
Verwendung
Als Warnung vor sozial unsensiblen Menschen. Passend als ehrlicher Kommentar auf unbeabsichtigte Kränkungen, als Einladung zur Selbstreflexion über die eigene Wirkung oder als humorvoller Kommentar auf Taktlosigkeit ohne böse Absicht. Passend ist er für persönliche Nachrichten, kurze Reden oder Reflexionen, wenn der Anlass die Aussage wirklich trägt. Ein konkreter Bezug macht den Spruch wärmer und weniger austauschbar.
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Über Jean de la Bruyère
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1645 - 1696
Jean de La Bruyère (1645–1696) war ein französischer Schriftsteller, dessen einziges Werk „Les Caractères" gesellschaftliche Typen und Sitten des Hoflebens unter Ludwig XIV. satirisch porträtierte.
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Jean de la Bruyère steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Jean de la Bruyère wird häufig als französischer Schriftsteller eingeordnet. Jean de la Bruyère war als französischer schriftsteller prägend für die kulturelle Debatte der eigenen Zeit. Das Werk von Jean de la Bruyère wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.

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— Jean de la Bruyère
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— Jean de la Bruyère
Man verkürzt und erspart sich unzählige Auseinandersetzungen, wenn man von bestimmten Leuten annimmt, sie seien unfähig, …
— Jean de la Bruyère
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige, was Grund dazu hat.
— Mark Twain
Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.
— Albert Einstein
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