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Etwas muß er sein Eigen nennen

Spruchbild: Etwas muß er sein Eigen nennen,  oder der Mensch wird morden und brennen.

Etwas muß er sein Eigen nennen, oder der Mensch wird morden und brennen.

Bedeutung

Schiller beschreibt Besitz als menschliches Grundbedürfnis nach Eigenem, Halt und Anerkennung. Wer gar nichts sein Eigen nennen darf, kann sich entrechtet, ausgeschlossen und gefährlich verzweifelt fühlen. Die drastischen Worte vom Morden und Brennen zeigen soziale Sprengkraft, nicht eine einfache Entschuldigung für Gewalt. Der Spruch verweist darauf, dass Eigentum auch psychologisch und politisch Bedeutung hat: Es gibt Zugehörigkeit und Handlungsraum. Die Übertreibung macht sichtbar, wie eng soziale Ordnung und persönliche Mindestabsicherung zusammenhängen können.

Verwendung

Passt zu sozialen Fragen, Eigentum, Armut, Gerechtigkeit und politischer Ordnung. Der Spruch eignet sich, wenn Besitz nicht nur als materieller Wert, sondern als Teil von Würde und Stabilität betrachtet werden soll. Wegen der drastischen Formulierung kontextbewusst einsetzen. Besonders passend ist er, wenn materielle Teilhabe als Voraussetzung für Frieden und Selbstachtung diskutiert wird.

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Über Friedrich von Schiller

Über den Autor

Philosoph · Deutsch · 1759 - 1805

Friedrich von Schiller (1759–1805) war deutscher Dichter, Historiker und Arzt, der Dramen, Lyrik und Essays in der Weimarer Klassik vereinte.

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Geboren in Marbach am Neckar, erhielt Schiller 1802 den Adelstitel „von Schiller". Er starb 1805 in Weimar, wo er eng mit Goethe zusammenarbeitete. Als Arzt ausgebildet, widmete er den Großteil seines Lebens dem literarischen und philosophischen Schaffen.

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