
Schönheit ist ein gar willkommener Gast.
Bedeutung
Goethe formuliert mit schlichter Eleganz, was keine Erklärung braucht: Schönheit wird überall begrüßt, wo sie erscheint. Der Gast kommt ungebeten, bleibt, solange er möchte, und wird nie als lästig empfunden. Das Bild enthält eine stille Wertschätzung: Schönheit gehört nicht dem, dem sie begegnet – sie besucht, verzaubert und geht weiter. Das macht Schönheit zu etwas Flüchtigem, das gerade deshalb so kostbar ist. Das gar betont die Wärme des Empfangs: nicht höflich toleriert, sondern herzlich willkommen. Goethe, der Schönheit zeitlebens als Erscheinungsform des Ewigen sah, sprach damit über mehr als Ästhetik.
Verwendung
Kunst, Naturbetrachtung und jede Situation, in der Schönheit benannt werden soll, sind Kontexte für diesen Satz. Als Widmung unter einem Foto, einem Kunstwerk oder im Gästebuch eines schönen Ortes passt er wunderbar. In Reden über Ästhetik oder bei der Übergabe eines schönen Geschenks gibt er der Geste eine elegante Sprache.
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Über Johann Wolfgang von Goethe
Über den Autor
Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.
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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.

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