
Wenn der Junge wüsste und der Alte könnte, gäbe es nichts, was nicht vollbracht werden könnte.
Bedeutung
Das italienische Sprichwort beschreibt das tragische Grunddilemma menschlicher Entwicklung: Jugend hat Energie, aber kein Wissen – Alter hat Wissen, aber keine Kraft mehr. Die optimale Kombination aus beidem gibt es nie gleichzeitig. Das ist die Grundbedingung der Weitergabe zwischen Generationen. Das Sprichwort verbindet Jugend und Alter zu einem Ideal, das selten zusammenfällt. Wissen ohne Kraft und Kraft ohne Wissen bleiben jeweils unvollständig; erst ihre Verbindung würde wirklich Großes ermöglichen. Der Bezug zu aus Italien bleibt dadurch konkret, weil der Gedanke nicht allgemein belehrt, sondern eine erkennbare Situation, Spannung oder Pointe aus dem Wortlaut entfaltet.
Verwendung
Als Denkanstoß über Generationenwissen und -weitergabe. Passend in Gesprächen über Mentoring, als Argument für den Austausch zwischen Jung und Alt oder als Reflexion über das eigene Alter. Geeignet ist das Sprichwort für Geburtstage, Generationengespräche, Ausbildung oder Texte über Erfahrung und jugendliche Energie. Es wirkt besonders gut, wenn Alt und Jung nicht gegeneinander ausgespielt, sondern zusammengedacht werden.
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