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Wer einst den Blitz zu zünden hat

Spruchbild: Wer einst den Blitz zu zünden hat, muss lange Wolke sein.

Wer einst den Blitz zu zünden hat, muss lange Wolke sein.

Bedeutung

Nietzsche baut ein Wetterbild für schöpferische Geduld. Der Blitz ist der sichtbare Moment der Entladung, die Wolke aber sammelt lange unsichtbar Kraft. Wer etwas Zündendes hervorbringen will, muss vorher Zeit, Spannung und Vorbereitung aushalten. Der Satz widerspricht dem Wunsch nach sofortigem Glanz. Große Wirkung entsteht nicht plötzlich aus dem Nichts, sondern aus einer längeren Phase des Werdens, die nach außen vielleicht träge oder dunkel wirkt.

Verwendung

Das Zitat passt zu Künstlern, Gründerinnen, Prüfungsphasen, Forschungsprojekten oder Menschen, die lange auf einen Durchbruch hinarbeiten. In einer Rede kann es Geduld und Vorbereitung würdigen. Für schnelle Gratulationen ist es etwas schwer, aber bei anspruchsvollen Zielen sehr passend und stärkend.

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Über Friedrich Nietzsche

Über den Autor

Philosoph · Deutsch · 1844 - 1900

Friedrich Nietzsche (1844–1900) war ein deutscher Philosoph und Philologe, dessen radikal neue Denk- und Schreibweise alle klassischen Disziplinen sprengte und die Lebensphilosophie begründete.

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Mit 24 Jahren wurde er als jüngster je berufener außerordentlicher Professor für klassische Philologie an die Universität Basel berufen, legte den Lehrstuhl jedoch 1879 aus gesundheitlichen Gründen nieder. Fortan lebte er als rastloser Reisender in Italien und der Schweiz. Ab 1889 machten ihn schwere psychische Störungen arbeitsunfähig – seinen eigenen Weltruhm erlebte er nicht mehr bei Bewusstsein.

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