
Nicht alle verheirateten Frauen sind Ehefrauen
Bedeutung
Dieses volkskundliche Sprichwort formuliert eine Überzeugung über den Unterschied zwischen rechtlichem Status und gelebter Partnerschaft: Nicht jede Verheiratete ist wirklich eine Ehefrau im tiefsten Sinne. Das ist eine Aussage über die Kluft zwischen Form und Inhalt: Man kann verheiratet sein, ohne die Rolle wirklich zu leben. Das Sprichwort entstammt einer Tradition, die das Wesen der Ehe nicht im Standesamt, sondern im gelebten Alltag sucht. Es lädt dazu ein, über die Qualität statt nur über den Status einer Beziehung nachzudenken.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Ehe, Beziehungsqualität und den Unterschied zwischen rechtlichem Status und gelebter Partnerschaft. Auch geeignet als nachdenkliches Wort in Reden über das Wesen der Ehe und die Überzeugung, dass Form ohne Inhalt keine echte Gemeinschaft schafft.
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Nicht mangelnde Liebe, sondern mangelnde Freundschaft führt zu unglücklichen Ehen.
— Friedrich Nietzsche
Das höchste Glück des Lebens besteht in der Überzeugung, geliebt zu werden.
— Victor-Marie Hugo
Es gibt Dinge, die man bereut, ehe man sie tut. Und man tut sie doch.
— Christian Friedrich Hebbel
Ehe man anfängt, seine Feinde zu lieben, sollte man seine Freunde besser behandeln
— Mark Twain
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