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Man darf am Wetter nie verzweifeln

Spruchbild: Man darf am Wetter nie verzweifeln,  solange noch ein blauer Fleck am Himmel steht.

Man darf am Wetter nie verzweifeln, solange noch ein blauer Fleck am Himmel steht.

Bedeutung

Schopenhauer nutzt das Wetter als Bild für Zuversicht. Solange irgendwo noch ein blauer Fleck am Himmel steht, ist die Lage nicht völlig verloren. Der Satz lebt von der kleinen sichtbaren Gegenkraft zur Dunkelheit: Nicht der ganze Himmel muss hell sein, ein Rest genügt, um Verzweiflung zu bremsen. Gemeint ist keine naive Wetterfrömmigkeit, sondern die Fähigkeit, im Schlechten noch ein Zeichen von Möglichkeit wahrzunehmen und daran innerlich festzuhalten.

Verwendung

Das Zitat passt zu Genesungswünschen, Mutmachkarten, Nachrichten nach Enttäuschungen oder zu Naturtexten über Regen und Aufklaren. Es eignet sich besonders, wenn jemand nicht mit großen Parolen getröstet werden soll. Bei schwerer Trauer sollte der Ton sehr behutsam ergänzt werden.

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Über Arthur Schopenhauer

Über den Autor

Philosoph · Deutsch · 1788 - 1816

Arthur Schopenhauer (1788–1860) entwarf eine Philosophie des subjektiven Idealismus, die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik auf einem irrationalen Weltprinzip gründet.

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Schopenhauer verstand sich als Vollender Immanuel Kants und baute seine Lehre zugleich auf der Ideenlehre Platons sowie indischen Philosophien auf. Er gehörte zu den ersten deutschsprachigen Philosophen, die ein irrationales Prinzip als Grundlage der Welt vertraten. Seine Werke beeinflussten u. a. Nietzsche, Freud und Wagner nachhaltig.

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