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Ich selbst habe keine Macht

Spruchbild: Ich selbst habe keine Macht.  Die Leute, die hinter mir stehen, haben die Macht.  Wirklich …

Ich selbst habe keine Macht. Die Leute, die hinter mir stehen, haben die Macht. Wirkliche Macht kommt nur vom Schöpfer. Sie liegt in seinen Händen. Wenn Ihr jedoch Stärke, nicht Macht meint: Die größte Stärke ist die Güte.

Bedeutung

Der indianische Häuptling unterscheidet Macht und Stärke mit großer Klarheit: Macht ist delegiert, kommt von anderen und gehört letztlich dem Schöpfer. Stärke ist etwas anderes: Sie ist nicht Kontrolle über andere, sondern innere Qualität – und die größte dieser Qualitäten ist Güte. Das ist eine Umwertung von Macht durch moralische Priorität. Der religiöse oder spirituelle Ton gibt dem Gedanken Gewicht, verlangt aber auch Behutsamkeit. Er wirkt besonders dann, wenn er nicht als Formel benutzt wird, sondern als Ausdruck von Vertrauen, Suche oder innerer Orientierung.

Verwendung

Geeignet ist der Spruch für Texte über Verantwortung, Gemeinschaft und Macht, wenn die indigene Selbstbeschreibung respektvoll eingeordnet wird. Er sollte nicht dekorativ verwendet werden, weil Schöpferbezug und Stammesperspektive kulturell markiert sind. Heute braucht der Spruch sensible Einordnung, weil indigene Spiritualität und politische Vertretung berührt werden, und nicht unkommentiert empfohlen werden sollte. Ein kurzer Begleitkontext ist daher nötig.

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