
Es gibt kein Recht der Frau auf ein Kind, sondern es gibt nur das Recht des Kindes auf eine Mutter!
Bedeutung
Lehmann formuliert eine sehr zugespitzte Position zu Elternschaft und Kindeswohl. Der Satz verneint ein Recht der Frau auf ein Kind und betont stattdessen das Recht des Kindes auf eine Mutter. Das ist normativ stark und aus heutiger Sicht sensibel, weil Familienformen, Reproduktionsfragen und Frauenrechte komplexer sind. Hilfreich ist der Spruch nur, wenn er als historisch-konservative Kindeswohlposition eingeordnet wird, nicht als allgemeingültige Gegenwartsformel. Gerade der Bezug auf einer sensiblen Kindeswohlposition macht den Satz konkreter als eine allgemeine Ermahnung.
Verwendung
Verwendbar ist das Zitat nur in juristischen, ethischen oder historischen Debatten ueber Kindeswohl, Mutterschaft und Familienbild. Fuer Geburtskarten, Muttertagsseiten oder allgemeine Kindertexte ist es ungeeignet, weil es politisch und emotional stark aufgeladen ist. Heute braucht der Spruch eine kritische Einordnung, weil er Frauenrechte, Elternschaft und Familienbilder sehr eng und nicht mehr zeitgemaess formuliert.
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Über Christoph Lehmann
Über den Autor
1570 - 1638
Christoph Lehmann (1570–1638) war ein deutscher Schriftsteller, Chronist und Sammler von Spruchweisheiten. Als Speyerer Chronist verband er Stadtgeschichte mit einer frühneuzeitlichen Kultur des Merksatzes, in der Erfahrung, Moral und politische Klugheit knapp gefasst wurden. Seine Gedanken sind heute vor allem dort interessant, wo alte Lebensregeln nicht als starre Vorschrift, sondern als verdichtete Erfahrung gelesen werden.
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Christoph Lehmann (1570–1638) gehört in die gelehrte und städtische Schreibkultur der Frühen Neuzeit. Als Chronist von Speyer hielt er lokale Geschichte fest, sammelte aber auch Sentenzen und Lebensregeln, die über den unmittelbaren Anlass hinaus wirken sollten. Solche Spruchsammlungen waren keine bloße Unterhaltung; sie dienten als Vorrat an Erfahrung, Urteil und moralischer Orientierung. Lehmanns Texte zeigen, wie eng Geschichtsbewusstsein und praktische Klugheit damals verbunden waren. Seine Gedanken sind heute vor allem dort interessant, wo alte Lebensregeln nicht als starre Vorschrift, sondern als verdichtete Erfahrung gelesen werden.

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