
Wer zuviel zweifelt, der verzweifelt.
Bedeutung
Christoph Lehmann richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen verzweiflung und zuviel. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Leben, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Christoph Lehmann
Über den Autor
1570 - 1638
Christoph Lehmann (1570–1638) war ein deutscher Schriftsteller, Chronist und Sammler von Spruchweisheiten. Als Speyerer Chronist verband er Stadtgeschichte mit einer frühneuzeitlichen Kultur des Merksatzes, in der Erfahrung, Moral und politische Klugheit knapp gefasst wurden. Seine Gedanken sind heute vor allem dort interessant, wo alte Lebensregeln nicht als starre Vorschrift, sondern als verdichtete Erfahrung gelesen werden.
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Christoph Lehmann (1570–1638) gehört in die gelehrte und städtische Schreibkultur der Frühen Neuzeit. Als Chronist von Speyer hielt er lokale Geschichte fest, sammelte aber auch Sentenzen und Lebensregeln, die über den unmittelbaren Anlass hinaus wirken sollten. Solche Spruchsammlungen waren keine bloße Unterhaltung; sie dienten als Vorrat an Erfahrung, Urteil und moralischer Orientierung. Lehmanns Texte zeigen, wie eng Geschichtsbewusstsein und praktische Klugheit damals verbunden waren. Seine Gedanken sind heute vor allem dort interessant, wo alte Lebensregeln nicht als starre Vorschrift, sondern als verdichtete Erfahrung gelesen werden.

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