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Schwärmerei steckt wie der Schnupfen an:

Spruchbild: Schwärmerei steckt wie der Schnupfen an:  Man fühlt, ich weiß nicht was, und eh' man sich  …

Schwärmerei steckt wie der Schnupfen an: Man fühlt, ich weiß nicht was, und eh' man sich erwehren kann, ist unser Kopf des Herzens nicht mehr mächtig.

Bedeutung

Wieland beschreibt Schwärmerei als ansteckenden Zustand, der den Menschen überraschend erfasst. Wie ein Schnupfen beginnt sie unklar, breitet sich schnell aus und bringt das Verhältnis von Herz und Kopf durcheinander. Der Spruch ist humorvoll, aber nicht oberflächlich: Bewunderung und Emotion können die Vernunft überholen, bevor man sich dagegen wehren kann. Leidenschaft erscheint als charmante Schwäche und als Kontrollverlust zugleich. Das Bild macht Gefühlsansteckung körperlich, komisch und sehr menschlich.

Verwendung

Passend für Texte über Verliebtheit, Begeisterung, Fan-Sein, Bewunderung oder jugendliche Leidenschaft. Der Ton ist spielerisch, literarisch und leicht ironisch. Er eignet sich für Karten und Beiträge, die Gefühle augenzwinkernd beschreiben, weniger für sehr ernste Liebeserklärungen. Mit einem leichten Begleittext bleibt die Ironie verständlich.

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Über Christoph Martin Wieland

Über den Autor

Dichter · Deutsch · 1733 - 1813

Christoph Martin Wieland (1733–1813) war deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber der Aufklärung sowie das älteste Mitglied des klassischen Viergestirns von Weimar.

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Neben Herder, Goethe und Schiller gehörte Wieland zum klassischen Viergestirn von Weimar, war jedoch der Älteste der Gruppe. Er wurde 1733 in Oberholzheim bei Biberach an der Riß geboren und starb 1813 in Weimar. Als Übersetzer und Herausgeber prägte er die deutschsprachige Literatur der Aufklärung nachhaltig mit.

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