
In anderer Glück sein eigenes finden, ist dieses Lebens Seligkeit, und anderer Menschen Wohlfahrt finden, schafft göttliche Zufriedenheit.
Bedeutung
Wieland sieht höchste Zufriedenheit darin, das eigene Glück im Glück anderer zu finden. Wohlfahrt, Hilfe und Mitgefühl sind hier keine Pflicht gegen das Selbst, sondern Quelle innerer Seligkeit. Der Spruch verbindet Humanität mit Selbstentwicklung: Wer anderen Gutes gönnt und fördert, erweitert das eigene Leben. Göttliche Zufriedenheit meint eine tiefe Ruhe, die aus uneigennütziger Verbundenheit entsteht und über bloßen persönlichen Vorteil hinausgeht. Glück wird dadurch als geteilte, nicht nur private Erfahrung verstanden.
Verwendung
Passend für Dankeskarten, Ehrenamt, soziale Projekte, Hochzeiten, Familienfeiern oder spirituell geprägte Texte über Nächstenliebe. Der Ton ist warm und feierlich. Besonders geeignet ist der Spruch, wenn Hilfsbereitschaft, Mitfreude und gemeinsames Wohlergehen im Mittelpunkt stehen. Auch für Stiftungen und soziale Initiativen ist er passend.
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Über Christoph Martin Wieland
Über den Autor
Dichter · Deutsch · 1733 - 1813
Christoph Martin Wieland (1733–1813) war deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber der Aufklärung sowie das älteste Mitglied des klassischen Viergestirns von Weimar.
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Neben Herder, Goethe und Schiller gehörte Wieland zum klassischen Viergestirn von Weimar, war jedoch der Älteste der Gruppe. Er wurde 1733 in Oberholzheim bei Biberach an der Riß geboren und starb 1813 in Weimar. Als Übersetzer und Herausgeber prägte er die deutschsprachige Literatur der Aufklärung nachhaltig mit.

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