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Meine Kunst ist mein Weib, mehr als genug, denn sie hat mich zeitlebens gequält. Und …

Spruchbild: Meine Kunst ist mein Weib, mehr als genug, denn sie hat mich zeitlebens gequält. Und meine …

Meine Kunst ist mein Weib, mehr als genug, denn sie hat mich zeitlebens gequält. Und meine Kinder sind die Werke, die ich hinterlasse. Sollten sie auch nicht viel taugen, so werden sie doch eine Weile leben.

Bedeutung

Michelangelo, der Künstler der Sixtinischen Kapelle und des David, formuliert in diesem Satz eine Überzeugung über sein Verhältnis zur Kunst: Sie ist sein Weib – treu, fordernd und sein Leben bestimmend. Seine Werke sind seine Kinder. Das ist eine metaphorische Bestimmung der Beziehung zwischen dem Künstler und seinem Schaffen: Eine intime, lebenslange Bindung, die Freude und Quälen verbindet. Michelangelo, der sein Leben vollständig der Arbeit widmete und kein Familienleben führte, lebte diese Metapher: Die Kunst war wirklich sein Leben.

Verwendung

Passend als Michelangelo-Zitat in Texten über künstlerische Hingabe, Schöpfungsleidenschaft und die Verbindung zwischen Künstler und Werk sowie für Beiträge über Renaissance, Kunstgeschichte und die Überzeugung, dass wahre Kunst das ganze Leben des Künstlers beansprucht. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über totale künstlerische Hingabe.

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Über Michelangelo

Über den Autor

Dichter · Italienisch · 1475 - 1564

Michelangelo Buonarroti (1475–1564) war italienischer Maler, Bildhauer, Architekt und Dichter der Hochrenaissance, dessen Schaffen zwischen Florenz und Rom entstand.

Mehr erfahren

Er entstammte einer verarmten florentinischen Familie und wuchs im Umfeld der Medici auf, deren Interessen oft im Widerspruch zur guelfischen Familientradition standen. Giorgio Vasari porträtierte ihn als asketischen „Kunst-Arbeiter" – eine Rolle, mit der sich Michelangelo selbst identifizierte. Nach seinem Tod 1564 in Rom wurde sein Leichnam nach Florenz überführt.

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