
Mit zwanzig hat jeder das Gesicht, das Gott ihm gegeben hat, mit vierzig das Gesicht, das ihm das Leben gegeben hat, und mit sechzig das Gesicht, das er verdient.
Bedeutung
Das Zitat verbindet Alter, Gesicht und Lebensführung auf eine harte Weise. Es deutet das Gesicht im höheren Alter als Spiegel des gelebten Lebens und damit auch als Ergebnis von Haltung, Erfahrungen und Entscheidungen. Die Pointe kann als Charaktergedanke gelesen werden, wirkt heute aber schnell wertend: Nicht jedes Gesicht erzählt frei gewählte Lebenswege. Krankheit, Belastung und soziale Umstände prägen Menschen ebenfalls. Deshalb braucht der Satz einen vorsichtigen Rahmen.
Verwendung
Nur eingeschränkt passend für runde Geburtstage oder Texte über Lebenserfahrung, wenn der Ton nachdenklich und nicht spöttisch ist. Für automatische Geburtstagssprüche ist der Satz ungeeignet, weil er Alter und Aussehen moralisch bewertet und verletzend wirken kann. Heute sollte er behutsam eingeordnet werden.
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Über Albert Schweitzer
Über den Autor
Philosoph · 1875 - 1965
Albert Schweitzer (1875–1965) gründete als Arzt und Theologe eine Krankenstation im gabunischen Lambarene und erhielt dafür 1953 den Friedensnobelpreis.
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Als „Urwalddoktor" bekannt, widmete Schweitzer sein Leben der medizinischen Versorgung in Zentralafrika. Daneben veröffentlichte er Werke zur Theologie, Philosophie und Musikwissenschaft, darunter einflussreiche Studien zu Johann Sebastian Bach. Seine Arbeit verband praktisches humanitäres Engagement mit tiefgründiger akademischer Gelehrsamkeit.
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