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Was dir auch zustößt

Spruchbild: Was dir auch zustößt, es war dir von Ewigkeit her vorbestimmt.

Was dir auch zustößt, es war dir von Ewigkeit her vorbestimmt.

Bedeutung

Mark Aurel formuliert hier den Kern stoischer Weltanschauung: Was geschieht, war schon immer so vorgesehen. Diese Überzeugung von der Vorherbestimmung ist nicht Resignation, sondern Befreiung – wenn das Schicksal unvermeidlich ist, ergibt Widerstand keinen Sinn, aber Akzeptanz gibt Kraft. Der Satz lädt dazu ein, das Eingetretene nicht als persönliche Niederlage zu werten, sondern als Teil eines größeren, unausweichlichen Ablaufs der Dinge. Stoische Philosophie sieht in dieser Haltung keinen Fatalismus, sondern eine Quelle von Gelassenheit und innerer Freiheit.

Verwendung

Passt als Impuls für Reden und Texte über stoische Lebensphilosophie, Schicksal und innere Haltung. Auch als persönliches Begleitwort nach einem schwer beeinflussbaren Ereignis geeignet – wenn jemand lernt, das Unvermeidliche anzunehmen, ohne sich dagegen aufzureiben. Wegen des religiösen und schicksalsnahen Unterklangs mit Bedacht in Trauer- oder Krisensituationen einzusetzen.

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Über Mark Aurel

Über den Autor

Philosoph · Römisch · 121 - 180

Mark Aurel (121–180) war von 161 bis 180 römischer Kaiser und als Philosoph der letzte bedeutende Vertreter der jüngeren Stoa.

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Als Nachfolger seines Adoptivvaters Antoninus Pius beendete seine Herrschaft die Ära der Adoptivkaiser – sein leiblicher Sohn Commodus folgte ihm nach. Innenpolitisch setzte er Akzente durch Reformen zugunsten von Sklaven und Frauen, während er außenpolitisch Kriege gegen Parther und germanische Stämme führte und sein letztes Lebensjahrzehnt überwiegend an den Reichsgrenzen verbrachte.

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Quadratisches Spruchbild: Was dir auch zustößt, es war dir von Ewigkeit her vorbestimmt.

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