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In einem geordneten Staatswesen braucht man nicht fortwährend von der Verpflichtung des …

Spruchbild: In einem geordneten Staatswesen braucht man nicht fortwährend von der Verpflichtung des Ei …

In einem geordneten Staatswesen braucht man nicht fortwährend von der Verpflichtung des Einzelnen gegenüber dem Staat zu sprechen.

Bedeutung

Brecht beschreibt ein Verhältnis zwischen Staat und Bürgern, in dem Pflicht nicht ständig beschworen werden muss. Wenn ein Staatswesen wirklich geordnet und legitim ist, trägt die Ordnung sich durch Vertrauen, Einsicht und funktionierende Institutionen. Die dauernde Rede von Verpflichtung kann dagegen anzeigen, dass etwas erzwungen oder verdeckt werden soll. Der Satz ist politisch nüchtern und misstraut einer Moral, die einseitig nur den Einzelnen in die Pflicht nimmt.

Verwendung

Das Zitat passt zu politischen Essays, Kommentaren über Bürgersinn, Verwaltung oder staatliche Autorität. Es eignet sich besonders, wenn über das Gleichgewicht zwischen Rechten, Pflichten und Vertrauen gesprochen wird, etwa in Debatten über Demokratie, Gemeinwohl oder staatliche Zumutungen nach neuen Regeln.

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Über Bertolt Brecht

Über den Autor

Dramatiker · Deutsch · 1898 - 1956

Bertolt Brecht (1898–1956) war ein deutscher Dramatiker, der mit Stücken wie der Dreigroschenoper und Mutter Courage das epische Theater begründete.

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Brecht erneuerte mit seinem ersten Gedichtband Hauspostille die Balladendichtung durch Bänkelsang und Couplet. Im Exil entstand sein Gedichtband Svendborger Gedichte, in dem er das Kinderlied für das Volkslied erschloss. Neben Drama und Lyrik erlangte er mit Kurzprosa wie den Geschichten vom Herrn Keuner und Der Augsburger Kreidekreis breite Anerkennung.

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