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Wie man nicht wehren kann

Spruchbild: Wie man nicht wehren kann, dass einem die Vögel über den Kopf herfliegen, aber wohl, dass  …

Wie man nicht wehren kann, dass einem die Vögel über den Kopf herfliegen, aber wohl, dass sie auf dem Kopf nisten, so kann man auch bösen Gedanken nicht wehren, aber wohl, dass sie in uns einwurzeln.

Bedeutung

Martin Luther unterscheidet zwischen dem Auftauchen belastender Gedanken und ihrer dauerhaften Herrschaft über das Innere. Wie Vögel über den Kopf fliegen dürfen, ohne dort zu nisten, können böse, ängstliche oder zerstörerische Gedanken erscheinen, ohne dass man sie pflegen muss. Der Spruch nimmt Druck von spontanen Einfällen und betont zugleich Verantwortung im Umgang mit ihnen. Entscheidend ist nicht jeder Gedanke, sondern ob er Raum bekommt, Wurzeln schlägt und das Handeln prägt.

Verwendung

Passt zu Seelsorge, Selbstreflexion, Achtsamkeit, Gesprächen über Gewissen oder Umgang mit Grübeln. Der Spruch kann entlasten, wenn jemand zwischen innerem Impuls und bewusster Entscheidung unterscheiden möchte. Redaktioneller Hinweis: Religiöser Ursprung und Begriff böser Gedanken sensibel erklären, nicht moralisierend einsetzen.

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Über Martin Luther

Über den Autor

Theologe · Deutsch · 1483 - 1546

Martin Luther (1483–1546) war deutscher Augustinereremit und Theologieprofessor, dessen 95 Thesen die Reformation auslösten und zur Spaltung der christlichen Kirche führten.

Mehr erfahren

Mit seiner Lutherbibel schuf er nicht nur ein zentrales Werk des protestantischen Glaubens, sondern beeinflusste maßgeblich die Entwicklung der neuhochdeutschen Sprache. Ursprünglich wollte Luther die Römisch-katholische Kirche von innen reformieren – statt einer Erneuerung entstanden jedoch evangelisch-lutherische Kirchen und weitere protestantische Konfessionen.

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