
Los zu werden den alten Zopf ist ein vernünftig Begehren, aber wer wird darum den Kopf gleich rattenkahl sich scheren!
Bedeutung
Franz Emanuel August Geibel richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen begehren und fortschritt. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Leben, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Franz Emanuel August Geibel
Über den Autor
Deutsch · 1815 - 1884
Franz Emanuel August Geibel (1815–1884) war ein Lübecker Lyriker, dessen Gedichte von Schumann, Brahms und Mendelssohn vertont wurden und mit „Der Mai ist gekommen" bis heute im Volksmund lebendig sind.
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Über 3500 Kompositionen zu knapp 300 seiner Gedichte entstanden – mehr als jedes andere deutschsprachige Lyrikwerk seiner Epoche. Sein Gedicht „Deutschlands Beruf" (1861) lieferte die Verse, die Kaiser Wilhelm II. zum politischen Schlagwort „Am deutschen Wesen soll dereinst die Welt genesen" umformte. Ab 1843 war Geibel neben Heinrich Heine und Friedrich Rückert der meistgelesene deutsche Dichter seiner Zeit.

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