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Man ist so loyal geworden gegen die Herrschenden

Spruchbild: Man ist so loyal geworden gegen die Herrschenden,  dass man es nicht gerne sieht,  wenn di …

Man ist so loyal geworden gegen die Herrschenden, dass man es nicht gerne sieht, wenn die herrschenden Übelstände angegriffen werden.

Bedeutung

Daniel Spitzer richtet den Blick auf das Spannungsfeld von Macht, Freiheit und oeffentlicher Verantwortung. Die Aussage ueber autorität und kritik ist zugespitzt, weil Politik hier nicht als neutrale Verwaltung erscheint, sondern als Kampf um Vertrauen, Kontrolle oder Glaubwuerdigkeit. Dadurch fordert der Spruch dazu auf, politische Sprache und Handeln kritisch zu pruefen. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.

Verwendung

Er eignet sich fuer politische Kommentare, Unterricht, Debattenbeitraege oder Texte ueber Macht, Freiheit und Verantwortung. In allgemeinen Karten oder neutralen Sammlungen sollte der politische Bezug sichtbar bleiben, damit die Zuspitzung nicht wie eine einfache Lebensregel wirkt. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.

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Über Daniel Spitzer

Über den Autor

Schriftsteller · Österreichisch · 1835 - 1893

Daniel Spitzer (1835–1893) war ein österreichischer Schriftsteller, Jurist und Satiriker. Bekannt wurde er durch Wiener Feuilletons und pointierte Beobachtungen, in denen gesellschaftliche Eitelkeit, Sprachgestus und bürgerliche Selbstzufriedenheit trocken zerlegt werden. Seine Aphorismen wirken besonders durch leise Schärfe und genaue Kenntnis sozialer Rollen. Genau daraus entsteht sein wiedererkennbarer, urbaner Ton.

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Daniel Spitzer (1835–1893) schrieb aus der Nähe zur Wiener Presse- und Kaffeehauskultur des 19. Jahrhunderts. Seine Feuilletons, Satiren und Aphorismen leben von genauer Beobachtung und einer Pointe, die selten laut, aber oft schneidend ist. Als Jurist und Autor kannte er öffentliche Rede, soziale Rollen und die kleinen Manöver des bürgerlichen Lebens. Diese Erfahrung prägt seine Texte: Sie stellen nicht große Systeme auf, sondern treffen Gewohnheiten, Ausreden und Eitelkeiten im Vorübergehen. Spitzer bleibt lesbar, weil sein Witz weniger auf Tagesklatsch als auf wiedererkennbare menschliche Muster zielt.

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