
Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
Bedeutung
Gustav Walter Heinemann richtet den Blick auf das Spannungsfeld von Recht, Verantwortung und oeffentlichem Handeln. Die Aussage ueber besitz und gefahr ist zugespitzt, weil sie politische Ordnung oder Gewalt nicht neutral beschreibt. Dadurch fordert der Spruch dazu auf, Gesetze, Macht und menschliches Handeln kritisch zu pruefen. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er eignet sich fuer politische Kommentare, Unterricht, Debattenbeitraege oder Texte ueber Recht, Macht und Verantwortung. In allgemeinen Karten oder neutralen Sammlungen sollte der politische Bezug sichtbar bleiben, damit die Zuspitzung nicht wie eine einfache Lebensregel wirkt. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Gustav Walter Heinemann
Über den Autor
Politiker · Deutsch · 1899 - 1976
Gustav Walter Heinemann (1899–1976) war der dritte Bundespräsident der BRD, der zuvor aus Protest gegen die NATO-Wiederbewaffnung als Innenminister zurücktrat.
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Heinemann war in seinem Leben mit fünf Parteien verbunden: von der DDP über den CSVD zur CDU, dann zur selbst mitgegründeten pazifistischen GVP und schließlich zur SPD. Als Oberbürgermeister von Essen (1946–1949) und späterer Bundesjustizminister (1966) durchlief er fast alle Ebenen der deutschen Politik. Seine Wahl zum Bundespräsidenten 1969 kommentierte er mit dem vielzitierten Satz „ein Stück Machtwechsel".

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