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Wer sich seinen Glanz von außen holt

Spruchbild: Wer sich seinen Glanz von außen holt,  bei dem ist's gewöhnlich inwendig dunkel

Wer sich seinen Glanz von außen holt, bei dem ist's gewöhnlich inwendig dunkel

Bedeutung

August von Kotzebue beschreibt Oberflächlichkeit als Zeichen innerer Leere mit einem ebenso einfachen wie treffenden Bild: Wer sich ausschließlich durch äußere Bewunderung, Statussymbole und Fassade definiert, hat keinen eigenen inneren Glanz. Das Licht kommt von außen, weil es innen dunkel ist. Der Spruch ist poetisch und psychologisch präzise zugleich – er fordert zur Unterscheidung zwischen echtem Charakter und bloßem Auftreten in der Gesellschaft auf.

Verwendung

Geeignet für Essays über Authentizität, Persönlichkeitsentwicklung oder Kritik an Statusdenken und gesellschaftlicher Selbstinszenierung. Auch in Texten über Social-Media-Kultur passend – als nachdenkliches Zitat in Gesprächen über den Unterschied zwischen Tiefe und Schein, zwischen gelebter Substanz und kurzlebigem äußerem Glanz.

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Über August von Kotzebue

Über den Autor

Dramatiker · Deutsch · 1761 - 1819

August von Kotzebue (1761–1819) war ein deutscher Dramatiker, der über 240 Bühnenstücke verfasste und dessen Werke auf allen europäischen Bühnen gespielt wurden – allein Goethe inszenierte 80 davon.

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Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit wirkte Kotzebue in St. Petersburg, Wien und Reval und stieg bis zum russischen Staatsrat und Generalkonsul auf. Als spätaufklärerischer Kritiker der deutschen Nationalbewegung wurde er zum Hassobjekt nationalliberal gesinnter Studenten. Seine Ermordung 1819 durch den Burschenschafter Karl Ludwig Sand löste die repressiven Karlsbader Beschlüsse aus.

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