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Der Verstand kann ein Held sein

Spruchbild: Der Verstand kann ein Held sein,  die Klugheit ist meistens ein Feigling.

Der Verstand kann ein Held sein, die Klugheit ist meistens ein Feigling.

Bedeutung

Ebner-Eschenbach unterscheidet zwei Formen des Denkens: Der Verstand ist kühn – er denkt, analysiert, wagt Urteile. Die Klugheit hingegen rechnet Risiken ab und zieht sich zurück, wenn es brenzlig wird. Das klingt nach einem Lob des Verstandes, ist aber auch eine kritische Analyse: Klugheit kann zur komfortablen Ausflucht werden. Der Satz gewinnt Profil, weil er eine klare innere Bewegung beschreibt: weg von bloßer Behauptung, hin zu einer Haltung, die im Alltag geprüft werden kann. Dadurch bleibt die Aussage greifbar und nicht nur allgemein klug.

Verwendung

Als Reflexion über den Unterschied zwischen intellektuellem Mut und kluger Zurückhaltung. Passend in Diskussionen über Zivilcourage, Risikobereitschaft oder als Argument, dass Vorsicht manchmal verschleierte Feigheit ist. Passend ist er für persönliche Nachrichten, kurze Reden oder Reflexionen, wenn der Anlass die Aussage wirklich trägt. Ein konkreter Bezug macht den Spruch wärmer und weniger austauschbar.

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Über Marie von Ebner-Eschenbach

Über den Autor

Schriftsteller · Österreichisch · 1830 - 1916

Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) war eine österreichische Freifrau und Schriftstellerin, deren psychologische Erzählungen zu den herausragenden deutschsprachigen Werken des 19. Jahrhunderts zählen.

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