
Die Gefahr verschont denjenigen, der ihr die Stirn bietet.
Bedeutung
Zola formuliert Mut als aktive Haltung gegenüber Gefahr. Die Gefahr verschont nicht den Sorglosen, sondern denjenigen, der ihr die Stirn bietet, also nicht ausweicht, sondern standhält. Der Satz klingt kämpferisch, meint aber nicht Leichtsinn. Er beschreibt die Erfahrung, dass klare Entschlossenheit, Selbstbeherrschung und Blickkontakt mit dem Risiko oft mehr schützen als Flucht oder Verdrängung. Gefahr verliert Macht, wenn sie nüchtern angesehen und nicht übergroß gemacht wird.
Verwendung
Das Zitat passt zu Mutmachtexten, Prüfungen, beruflichen Krisen oder Reden vor schwierigen Entscheidungen. Es eignet sich, wenn jemand nicht zu riskantem Verhalten gedrängt, sondern an Haltung, Klarheit und Standfestigkeit erinnert werden soll, etwa vor einer Aussprache oder einem Neustart.
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Über Emile Zola
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1840 - 1902
Émile Zola (1840–1902) begründete den literarischen Naturalismus in Europa und verfasste mit „J'accuse…!" den Schlüsselartikel der Dreyfus-Affäre.
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Zolas 20-bändiger Romanzyklus „Les Rougon-Macquart" schildert das Leben mehrerer Generationen einer Familie im Frankreich des Zweiten Kaiserreichs. Sein offener Brief „J'accuse…!" (1898) richtete sich gegen die Verurteilung des unschuldig des Landesverrats bezichtigten Offiziers Alfred Dreyfus und trug maßgeblich zu dessen Rehabilitierung bei. Zola starb 1902 unter ungeklärten Umständen an einer Kohlenmonoxidvergiftung.
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