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Alles zerfällt im Augenblick, wenn man nicht ein Dasein erschaffen hat, das über dem …

Spruchbild: Alles zerfällt im Augenblick, wenn man nicht ein Dasein erschaffen hat, das über dem Sarge …

Alles zerfällt im Augenblick, wenn man nicht ein Dasein erschaffen hat, das über dem Sarge noch fortdauert. Um wen bei seinem Alter Söhne, Enkel und Urenkel stehen, der wird oft tausend Jahre alt.

Bedeutung

Stifter verbindet Vergänglichkeit mit dem Wunsch nach Fortdauer. Ein Leben zerfällt für ihn, wenn nichts bleibt, das über den Tod hinausweist. Familie, Kinder und Enkel stehen dabei als Bild für Weitergabe, Erinnerung und Wirksamkeit. Der Spruch ist stark von seiner Zeit geprägt, lässt sich aber weiter lesen: Menschen werden dort alt im umfassenden Sinn, wo ihre Liebe, Werte und Spuren weitergetragen werden. So bleibt die Aussage nah am jeweiligen Motiv und gewinnt für konkrete Lebenslagen eine klare praktische Schärfe.

Verwendung

Geeignet für Familienchroniken, Geburtstage älterer Menschen, Nachrufe oder Texte über Generationen. Der Spruch passt, wenn Lebensleistung nicht nur beruflich, sondern über Beziehungen, Fürsorge, Erinnerung und Weitergabe beschrieben werden soll. Besonders stimmig ist er, wenn der Begleittext den konkreten Anlass benennt und die Aussage ruhig einordnet für Leserinnen und Leser.

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Über Adalbert Stifter

Über den Autor

Dichter · Österreichisch · 1805 - 1868

Adalbert Stifter (1805–1868) war ein österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge, dessen Erzählsammlungen „Studien" und „Bunte Steine" sowie der Roman „Der Nachsommer" den Biedermeier prägten.

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Stifter wurde 1805 im böhmischen Oberplan als Albert Stifter geboren und schrieb zeitweise unter dem Pseudonym Ostade. Neben seiner literarischen Tätigkeit war er auch als bildender Künstler aktiv. Sein Spätwerk umfasst neben den Erzählbänden auch den historischen Roman „Witiko". Er starb 1868 in Linz.

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