
Nur die Ruhe in uns selbst lässt uns sorglos zu neuen Ufern treiben.
Bedeutung
Adalbert Stifter richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen ausdauer und ruhe. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Erfolg, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Adalbert Stifter
Über den Autor
Dichter · Österreichisch · 1805 - 1868
Adalbert Stifter (1805–1868) war ein österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge, dessen Erzählsammlungen „Studien" und „Bunte Steine" sowie der Roman „Der Nachsommer" den Biedermeier prägten.
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Stifter wurde 1805 im böhmischen Oberplan als Albert Stifter geboren und schrieb zeitweise unter dem Pseudonym Ostade. Neben seiner literarischen Tätigkeit war er auch als bildender Künstler aktiv. Sein Spätwerk umfasst neben den Erzählbänden auch den historischen Roman „Witiko". Er starb 1868 in Linz.

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