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Man darf nicht das

Spruchbild: Man darf nicht das,  was uns unwahrscheinlich und unnatürlich erscheint,  mit dem verwechs …

Man darf nicht das, was uns unwahrscheinlich und unnatürlich erscheint, mit dem verwechseln, was absolut unmöglich ist

Bedeutung

Carl Friedrich Gauß – Mathematiker und Naturforscher von Weltrang – warnt hier vor einem verbreiteten Denkfehler: Was uns unwahrscheinlich oder seltsam erscheint, halten wir vorschnell für unmöglich. Doch Unwahrscheinlichkeit ist eine subjektive Einschätzung, Unmöglichkeit hingegen ein formal bewiesener Satz. Gauß plädiert für epistemische Bescheidenheit: Nicht alles, was wir nicht kennen oder uns fremd vorkommt, existiert deshalb nicht oder kann nicht eintreten. Damit verbindet das Zitat mathematische Strenge mit philosophischer Offenheit und warnt vor vorschnellem Spott gegenüber dem, was außerhalb vertrauter Erfahrung liegt.

Verwendung

Gut für wissenschaftliche Einführungstexte, Philosophieseminare und Texte über Erkenntnistheorie und Denkfehler. Passt auch in Innovationskontexte, Startup-Pitches oder Reden über disruptives und unkonventionelles Denken jenseits eingefahrener Pfade. Besonders stark wirkt das Zitat, wenn es Denkoffenheit fördert, ohne wissenschaftliche Sorgfalt oder Belege zu ersetzen.

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Über Carl Friedrich Gauß

Über den Autor

Deutsch · 1777 - 1855

Carl Friedrich Gauß (1777–1855) bewies das quadratische Reziprozitätsgesetz und leitete die Sternwarte Göttingen.

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Schon als Kind fiel er durch außergewöhnliche Rechenkunst auf und wurde vom Herzog von Braunschweig gefördert. In der Astronomie half er bei der Bahnbestimmung des Zwergplaneten Ceres, in der Geodäsie bei der Landesvermessung Hannovers. Mit Wilhelm Weber arbeitete er zudem an frühen elektromagnetischen Messverfahren.

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