
Die Jungen sollen zum Tisch einen hungrigen Magen und einen müden Leib zu Bette tragen.
Bedeutung
Hesiods Satz spiegelt ein altes Erziehungsideal, das Jugend mit Arbeit, Hunger und körperlicher Müdigkeit verbindet. Hungrig an den Tisch und müde ins Bett zu gehen steht für Disziplin, Fleiß und ein Leben ohne Müßiggang. Heute wirkt diese Formulierung deutlich streng und körperlich hart. Als historisches Zitat zeigt sie eine vormoderne Arbeitsmoral, in der junge Menschen vor allem durch Anstrengung, Entbehrung und Gewöhnung geformt werden sollten.
Verwendung
Das Zitat kann in historischen Texten über Arbeitsethos, antike Erziehung oder alte Vorstellungen von Fleiß stehen. Für moderne Erziehungs-, Schul- oder Motivationskontexte ist es nur eingeschränkt geeignet, weil Hunger und Erschöpfung nicht als Ideal für junge Menschen empfohlen werden sollten. Hinweis: Der Spruch transportiert ein nicht mehr zeitgemäßes, körperlich hartes Erziehungsideal.
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Über Hesiod
Über den Autor
Dichter · Antik-Griechisch · um 700 v. Chr.
Hesiod (um 700 v. Chr.) war ein griechischer Dichter und Ackerbauer aus Askra in Böotien, der als Begründer des didaktischen Lehrgedichts gilt.
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Seine Werke sind neben Homers Ilias und Odyssee die wichtigsten Quellen für die griechische Mythologie und das Alltagsleben seiner Zeit. Spätere römische Dichter, allen voran Vergil, nannten das von ihm geprägte Lehrgedicht nach seiner Heimat „Ascraeum carmen".
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