
Bevor ein Kind Schwierigkeiten macht, hat es welche.
Bedeutung
Alfred Adler richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen erziehung und hilflosigkeit. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in Texte ueber Erziehung, Familie, Schule oder das Verhaeltnis zwischen Erwachsenen und Kindern. In Karten wirkt er besonders stimmig, wenn er mit einer konkreten Beobachtung zum Kind oder zur gemeinsamen Situation verbunden wird. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Alfred Adler
Über den Autor
Österreichisch · 1870 - 1937
Alfred Adler (1870–1937) war ein österreichischer Arzt und Psychotherapeut, der 1907 in Wien die Individualpsychologie begründete.
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Adlers Lehre beeinflusste maßgeblich Psychologen wie Viktor Frankl, Abraham Maslow und Albert Ellis. Seine Schriften nahmen zudem viele Einsichten der Neopsychoanalyse vorweg, die sich in den Werken von Karen Horney, Erich Fromm und Harry Stack Sullivan widerspiegeln. Anhänger seiner Richtung werden bis heute als Adlerianer bezeichnet.

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