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Wer in sich selbst verliebt ist

Spruchbild: Wer in sich selbst verliebt ist, hat wenigstens den Vorteil, dass er bei seiner Liebe  nic …

Wer in sich selbst verliebt ist, hat wenigstens den Vorteil, dass er bei seiner Liebe nicht viele Nebenbuhler erhalten wird.

Bedeutung

Lichtenberg analysiert den Narzissten mit ironischer Präzision. Wer sich selbst liebt, kann dabei sicher sein, dass kein Rivale ihm diese Liebe streitig macht: Niemand begehrt dasselbe Objekt. Hinter dem Witz verbirgt sich eine psychologische Schärfe, Selbstverliebtheit ist nicht nur Eitelkeit, sondern auch eine Isolation, die Konkurrenz von vornherein ausschließt. Lichtenberg kommentiert mit trockenem Humor eine Form der Einsamkeit, die sich selbst nicht als solche erkennt.

Verwendung

Ideal als ironisches Zitat in Texten über Narzissmus, Selbstwahrnehmung oder menschliche Schwächen. Gut für Essays, Kolumnen oder Reden mit einem Augenzwinkern und einer Prise Selbstironie. Weniger geeignet für ernsthafte therapeutische Kontexte, da der Ton durchgehend spöttisch und humoristisch bleibt.

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Über Georg Christoph Lichtenberg

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1742 - 1799

Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799) war der erste deutsche Professor für Experimentalphysik und Begründer des deutschsprachigen Aphorismus.

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Als Physiker, Naturforscher und Mathematiker vereinte Lichtenberg Naturwissenschaft und Literatur in einer zur Aufklärungszeit seltenen Weise. Er lehrte an der Universität Göttingen, wo er bis zu seinem Tod wirkte und mit seinen sogenannten „Sudelbüchern" ein einzigartiges literarisches Werk hinterließ.

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