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Wir treten aus dem Schatten bald in ein helles Licht

Spruchbild: Wir treten aus dem Schatten bald in ein helles Licht. Wir treten durch den Vorhang vor Got …

Wir treten aus dem Schatten bald in ein helles Licht. Wir treten durch den Vorhang vor Gottes Angesicht. Wir legen ab die Bürde, das müde Erdenkleid; sind fertig mit den Sorgen und mit dem letzten Leid. Wir treten aus dem Dunkel nun in ein helles Licht. Warum wir's Sterben nennen? Ich weiss es nicht.

Bedeutung

Dietrich Bonhoeffer, der evangelische Theologe, der 1945 von den Nationalsozialisten ermordet wurde, schrieb dieses Gedicht kurz vor seinem Tod in der Gefangenschaft. Es beschreibt den Tod als Übergang vom Dunkel ins Licht, von der schweren Erdenlast zur erlösenden Gottesnähe. Die tiefe Ungewissheit, ob man diesen Vorgang überhaupt 'Sterben' nennen kann, macht das Gedicht zu einem der tiefsten, tröstlichsten und berührendsten Trauersprüche der gesamten christlichen Tradition.

Verwendung

Geeignet für evangelische Trauergottesdienste, Beerdigungsansprachen oder christliche Gedenkfeiern. Auch als Inschrift für Gedenkbücher oder Trauerkarten mit religiösem Hintergrund sehr passend – besonders wenn der Verstorbene gläubig gelebt hat und die christliche Auferstehungshoffnung als tröstliche, lebenstragende Botschaft weitergegeben werden soll. Hinweis für die Redaktion: Trauersensibles Thema mit explizitem Sterbe- und Todesbezug. Bitte vor jeder Veröffentlichung prüfen, ob Kontext und Zielgruppe geeignet sind. Automatischer Ausschluss empfohlen.

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Über Dietrich Bonhoeffer

Über den Autor

Theologe · Deutsch · 1906 - 1945

Dietrich Bonhoeffer (1906–1945) war ein lutherischer Theologe der Bekennenden Kirche, der auf Befehl Hitlers im KZ Flossenbürg hingerichtet wurde.

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Mit 24 Jahren habilitiert, leitete Bonhoeffer ab 1935 das illegale Predigerseminar der Bekennenden Kirche in Finkenwalde. Ab 1933 stellte er sich öffentlich gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung und schloss sich um 1938 dem Widerstand um Admiral Canaris an. Seine in der Haft verfassten Gefängnisbriefe gelten als theologisch einflussreich.

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