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Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet

Spruchbild: Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet,  dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, …

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.

Bedeutung

Galileo formuliert eine logische Verteidigung des Denkens innerhalb des Glaubens: Ein Gott, der dem Menschen Sinne, Vernunft und Verstand geschenkt hat, kann nicht verlangen, dass sie ungenutzt bleiben. Das wäre ein Widerspruch im Gottesbild selbst, eine Gabe, deren Gebrauch verboten ist. Der Satz entstand im konkreten Konflikt zwischen Galileos wissenschaftlichen Erkenntnissen und kirchlicher Autorität. Er plädiert nicht gegen Glauben, sondern gegen das Verbot des freien Denkens im Namen des Glaubens. Vernunft und Gottesglaube schließen sich nicht aus.

Verwendung

Als Zitat in Diskussionen über das Verhältnis von Wissenschaft und Religiosität oder Vernunft und Glaube. Passt in Bildungseinrichtungen, bei Vorträgen zur Wissenschaftsgeschichte oder als Einstieg in Gespräche über intellektuelle Freiheit und geistliche Autorität. Der historische Kontext rund um Galileos Konflikt mit der Kirche sollte erwähnt werden.

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Über Galileo Galilei

Über den Autor

Philosoph · Italienisch · 1564 - 1642

Galileo Galilei (1564–1642) beobachtete Jupitermonde, verteidigte das heliozentrische Weltbild und begründete moderne Experimentierpraxis.

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Mit dem Fernrohr untersuchte er Mondoberfläche, Sonnenflecken und Venusphasen und erschütterte damit das alte kosmische Bild. Seine Arbeiten zur Fallbewegung und Trägheit verbanden Mathematik mit kontrollierter Beobachtung. Der Inquisitionsprozess von 1633 machte ihn zur Symbolfigur im Konflikt zwischen Autorität und Forschung.

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