
Es hängt kein Geldsack hundert Jahr vor der Tür, aber auch kein Bettelsack.
Bedeutung
Das Sprichwort tröstet mit der Vergänglichkeit aller Zustände und Verhältnisse: Weder Reichtum noch Armut sind dauerhaft und für die Ewigkeit gemacht. Der Geldsack vor der Tür steht für vorübergehenden Wohlstand, der Bettelsack für vorübergehende Not und Entbehrung. Beide hängen nicht hundert Jahre vor derselben Tür, das lehrt die Erfahrung. Die Botschaft ist nüchtern und doppelt gerichtet: Trost für Arme und zugleich eine deutliche Mahnung zur Bescheidenheit und Vorsicht für Reiche.
Verwendung
Passend für Texte über Vergänglichkeit von Besitz, Schicksal und sozialem Wandel im Laufe des Lebens. Gut geeignet für volksweisheitliche Sammlungen und nachdenkliche Gespräche über Geld, Glück und Wechselfälle. Ideal als nüchterner Relativierer und Trostgedanke in Texten über Reichtum, Armut und Veränderung.
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