
Der Mensch möchte gern vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst.
Bedeutung
Ralph Waldo Emerson formuliert eine scharfe Beobachtung über menschliche Selbstbeschönigung und Verantwortungsvermeidung: Man wünscht sich, von den Folgen schlechter Gewohnheiten verschont zu bleiben – aber nicht von den Gewohnheiten selbst. Es ist bequemer, die Konsequenzen zu beklagen als die eigentlichen Ursachen zu ändern. Eine treffende Diagnose über den menschlichen Umgang mit eigenen Lastern und tief verankerten Schwächen. Der Satz trifft, weil er die Kluft zwischen Änderungswunsch und Änderungsbereitschaft ohne jede Beschönigung offenlegt.
Verwendung
Passt in Texte über Selbstreflexion, Verhaltenspsychologie oder als Impuls in Gesundheits- und Lebensratgebern. Eignet sich als pointiertes Zitat in Kolumnen über Selbstverantwortung, Coaching-Seminare oder nachdenkliche Briefe über echten Veränderungswillen und aufrichtige Selbstkritik. Besonders passend ist es, wenn unbequeme Einsicht freundlich, aber klar zur Veränderung anregen soll.
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Über Ralph Waldo Emerson
Über den Autor
Philosoph und Schriftsteller · US-Amerikanisch · 1803 - 1882
Ralph Waldo Emerson (1803–1882) war ein US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller, der mit seiner Forderung nach geistiger Selbstbestimmung die amerikanische Literatur und Philosophie neu ausrichtete.
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In Vorträgen, Schriften und Gedichten warb Emerson unermüdlich für eine radikale Erneuerung der amerikanischen Kultur. Seine Ideen begründeten eine Traditionslinie, die durch William James' Pragmatismus weit in die US-amerikanische Philosophiegeschichte hineinwirkte. Geboren in Boston, verbrachte er den Großteil seines Lebens in Concord, Massachusetts.
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