
Die Nacht vergeht, die grauen Wolken fliegen, der Tag erwacht, und seine Strahlen siegen
Bedeutung
Gottfried Keller richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen hoffnung und kraft. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie keine lange Erklaerung braucht, sondern einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt zu Naturfotos, Kalenderblaettern, ruhigen Karten, Morgenimpulsen oder kurzen Texten ueber Achtsamkeit. Besonders gut wirkt er, wenn die Bildsprache sichtbar aufgegriffen wird, etwa bei Blumen, Licht, Nacht oder Jahreszeiten. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Gottfried Keller
Über den Autor
Schriftsteller · Schweizerisch · 1819 - 1890
Gottfried Keller (1819–1890) war Schweizer Dichter, Maler und Erster Staatsschreiber des Kantons Zürich, dessen Romane „Der grüne Heinrich" und „Die Leute von Seldwyla" den bürgerlichen Realismus prägten.
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Nach einem Jugendstreich von der höheren Schulbildung ausgeschlossen, versuchte Keller zunächst als Landschaftsmaler Fuß zu fassen und verbrachte zwei Jahre in München. Erst die politische Lyrik des Vormärz brachte ihn zur Dichtung. Mit einem Zürcher Reisestipendium studierte er in Heidelberg und Berlin – ursprünglich mit dem Ziel, Theaterstücke zu schreiben, woraus stattdessen seine bedeutendsten Prosawerke entstanden.

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