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Es ist doch ein Elend mit uns Menschen

Spruchbild: Es ist doch ein Elend mit uns Menschen! Täglich sprechen wir von Liebe und Humanität, und  …

Es ist doch ein Elend mit uns Menschen! Täglich sprechen wir von Liebe und Humanität, und täglich beleidigen wir auf Wegen, Stegen und Treppen irgendein Mitgeschöpf.

Bedeutung

Gottfried Keller beschreibt die Kluft zwischen Anspruch und Realität menschlichen Verhaltens: Wir reden von Liebe und Humanität – und treten täglich anderen auf die Füße. Das Elend liegt nicht in bösen Absichten, sondern in der Unbewusstheit alltäglicher Gleichgültigkeit. Keller zielt auf die kleineren Verletzungen, die trotz großer moralischer Worte täglich geschehen. Gerade Wege, Stege und Treppen machen den Vorwurf konkret: Humanität beginnt nicht im Grundsatz, sondern im Umgang. Der Bezug zu Zusammenleben bleibt dadurch konkret, weil der Gedanke nicht allgemein belehrt, sondern eine erkennbare Situation, Spannung oder Pointe aus dem Wortlaut entfaltet.

Verwendung

Als ehrliche Selbstreflexion über das Auseinanderfallen von Werten und Handeln. Passend als Impuls zur Aufmerksamkeit im Alltag oder als Argument, dass Güte mehr Praxis als Gesinnung braucht. Geeignet ist das Zitat für Texte über Alltagsethik, Achtsamkeit, Nachbarschaft, Zivilcourage oder respektvolle Kommunikation. Es passt besonders, wenn große Werte an kleinen Handlungen gemessen werden sollen.

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Über Gottfried Keller

Über den Autor

Schriftsteller · Schweizerisch · 1819 - 1890

Gottfried Keller (1819–1890) war Schweizer Dichter, Maler und Erster Staatsschreiber des Kantons Zürich, dessen Romane „Der grüne Heinrich" und „Die Leute von Seldwyla" den bürgerlichen Realismus prägten.

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Nach einem Jugendstreich von der höheren Schulbildung ausgeschlossen, versuchte Keller zunächst als Landschaftsmaler Fuß zu fassen und verbrachte zwei Jahre in München. Erst die politische Lyrik des Vormärz brachte ihn zur Dichtung. Mit einem Zürcher Reisestipendium studierte er in Heidelberg und Berlin – ursprünglich mit dem Ziel, Theaterstücke zu schreiben, woraus stattdessen seine bedeutendsten Prosawerke entstanden.

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