
Auf den Geist muß man schauen. Denn was nützt ein schöner Körper, wenn in ihm nicht eine schöne Seele wohnt.
Bedeutung
Euripides richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen geist und persönlichkeit. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Persönlichkeit, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 4.37 von 5 (8 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 4.04 von 5
Über Euripides
Über den Autor
Dichter · Antik-Griechisch · 480 - 406 v. Chr.
Euripides (480–406 v. Chr.) war der jüngste der drei großen griechischen Tragödiendichter und schuf mit Medea und Die Bakchen Werke, die bis heute weltweit auf den Spielplänen stehen.
Mehr erfahren
Von rund 90 Tragödien des auf Salamis geborenen Dichters sind 18 erhalten – eine für die Antike ungewöhnlich hohe Überlieferungsquote. Zu seinen meistgespielten Stücken zählen neben Medea auch Iphigenie in Aulis und Elektra. Sein Leben endete 406 v. Chr. am makedonischen Hof in Pella, wo er die letzten Jahre verbrachte.
Ähnliche Sprüche
Ein treuer Freund ist mehr wert als zehntausend Verwandte.
— Euripides
Vergeude keine frischen Tränen für alten Kummer.
— Euripides
Man soll sich nicht über Dinge ärgern. Denn das ist ihnen völlig egal.
— Euripides
Liebe ist in dem, der liebt, nicht in dem, der geliebt wird.
— Platon
Das gute Aussehen bestimmt nicht wen wir lieben, sondern die Liebe bestimmt wen wir gut aussehend finden
— Friedrich Nietzsche
Mehr von diesem Autor
Alle Sprüche von Euripides →