
Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern die Lehrer. ....aber nur ein kleines zahnloses Lächeln, und wir sind glücklich.
Bedeutung
Sokrates richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen ärger und essen. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in Texte ueber Erziehung, Familie, Schule oder das Verhaeltnis zwischen Erwachsenen und Kindern. In Karten wirkt er besonders stimmig, wenn er mit einer konkreten Beobachtung zum Kind oder zur gemeinsamen Situation verbunden wird. Der Humor lebt von einer groben Zuspitzung auf Kosten anderer; fuer automatische Empfehlungen ist er deshalb zu rau und braucht einen klar scherzhaften Rahmen.
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Über Sokrates
Über den Autor
Philosoph · Antik-Griechisch · 470 - 399 v. Chr.
Sokrates (469–399 v. Chr.) war ein athenischer Philosoph, der mit seiner Methode des strukturierten Dialogs – der Maieutik – die Grundlage des abendländischen Denkens legte.
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Sokrates hinterließ keine eigenen Schriften; sein Denken ist allein durch die Werke seiner Schüler Platon und Xenophon überliefert. Er wurde wegen angeblich verderblichen Einflusses auf die Jugend und Missachtung der Götter zum Tod verurteilt, lehnte eine Flucht aus Respekt vor den Gesetzen ab und starb durch den Schierlingsbecher. Sein Einfluss auf die Philosophiegeschichte ist so prägend, dass alle griechischen Denker vor ihm heute als Vorsokratiker bezeichnet werden.
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