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Notlügen gibt es nicht. Man ist immer in Not

Spruchbild: Notlügen gibt es nicht. Man ist immer in Not,  also müsste man immer lügen.

Notlügen gibt es nicht. Man ist immer in Not, also müsste man immer lügen.

Bedeutung

Adenauer zerlegt den Begriff der Notlüge mit logischer Schärfe. Wenn Not als Rechtfertigung genügt, könnte man immer lügen, denn irgendeine Notlage lässt sich fast immer behaupten. Der Satz verteidigt Ehrlichkeit, indem er eine beliebte Ausnahme misstrauisch betrachtet. Er ist nicht naiv, sondern streng: Wer Lüge zu leicht entschuldigt, öffnet der Gewohnheit die Tür. Not wird dann nicht Ausnahme, sondern Dauerargument für Bequemlichkeit und Ausweichen.

Verwendung

Passend für Diskussionen über Ehrlichkeit, Politik, Verantwortung, Kommunikation oder moralische Ausreden. Der Spruch eignet sich als zugespitzter Denkanstoß; in sensiblen Situationen, in denen Wahrheit Schaden anrichten kann, braucht er differenzierende Einordnung und Augenmaß. Nicht jede Lage ist moralisch einfach.

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Über Konrad Adenauer

Über den Autor

Politiker · Deutsch · 1876 - 1967

Konrad Adenauer (1876–1967) war Deutschlands erster Bundeskanzler (1949–1963) und setzte als CDU-Mitgründer auf Westbindung, NATO-Integration und Soziale Marktwirtschaft.

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Vor seiner Kanzlerschaft prägte Adenauer bereits die Weimarer Republik: 16 Jahre lang, von 1917 bis 1933, war er Oberbürgermeister von Köln und zugleich Präsident des preußischen Staatsrats. Die NS-Zeit überstand er unter Verfolgung und zeitweiser Haft. Als erster Bundeskanzler trat er sein Amt mit 73 Jahren an und setzte erfolgreich Bonn als Bundeshauptstadt durch.

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