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Es ist müßig davon zu reden, daß wir Seelen für Gott gewinnen wollen. Ist Gott so …

Spruchbild: Es ist müßig davon zu reden, daß wir Seelen für Gott gewinnen wollen. Ist Gott so hilflos, …

Es ist müßig davon zu reden, daß wir Seelen für Gott gewinnen wollen. Ist Gott so hilflos, daß er nicht von sich aus Seelen für sich gewinnen könnte? Religion ist immer die persönliche Angelegenheit jedes einzelnen.

Bedeutung

Gandhi hinterfragt Missionierung aus zwei Richtungen: Theologisch – ein allmächtiger Gott braucht keine menschliche Fürsprache. Und ethisch – Religion gehört in die Privatsphäre des Einzelnen, nicht in die öffentliche Werbestrategie von Institutionen. Das ist ein Plädoyer für religiöse Toleranz und gegen Bekehrungsanmaßung. Im Zusammenhang mit Glauben gewinnt der Gedanke zusätzliches Gewicht, weil er eine konkrete Haltung sichtbar macht. Gerade dadurch eignet sich der Spruch für Leserinnen und Leser, die eine kurze Aussage mit erkennbarem innerem Kern suchen. Der religiöse Ton gibt dem Gedanken Gewicht, verlangt aber auch Behutsamkeit. Er wirkt besonders dann, wenn er nicht als allgemeine Formel benutzt wird, sondern als bewusst gläubige oder theologische Aussage.

Verwendung

Passend ist das Zitat für interreligiöse Gespräche, Predigten oder kritische Texte über Mission und Demut. Für neutrale Lebensweisheiten ist es nur eingeschränkt geeignet, weil Gott, Seelengewinnung und Religion ausdrücklich verhandelt werden. Heute braucht der Spruch religiöse Einordnung, weil missionarische Sprache sensibel wirken kann. Ein kurzer persönlicher Zusatz sollte den Anlass nennen, damit der Spruch nicht austauschbar wirkt.

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Über Mahatma Gandhi

Über den Autor

1869 - 1948

Mahatma Gandhi (1869–1948) war der geistige Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, der gewaltlosen Widerstand und zivilen Ungehorsam als politische Kampfmittel etablierte.

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Gandhi entwickelte seine Methoden des gewaltlosen politischen Kampfes zunächst in Südafrika, wo er sich für die Gleichberechtigung der Inder einsetzte. Nach seiner Rückkehr nach Indien 1915 führte er den Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft an, die 1947 endete. Er setzte sich für die Menschenrechte der Unberührbaren (Dalit) ein und trat für einen säkularen Staat ein, in dem Hindus und Muslime friedlich koexistieren sollten.

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