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Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen

Spruchbild: Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem …

Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.

Bedeutung

Lichtenberg zeigt Wahrheit als etwas Gefährliches im sozialen Gedränge. Wer sie offen ausspricht, bewegt sich zwischen vielen Eitelkeiten, Interessen und Empfindlichkeiten. Die Fackel steht für Aufklärung, der versengte Bart für unbeabsichtigte Kränkung. Das Zitat ist witzig, aber ernst: Wahrheit bleibt wichtig, doch ihr Vortrag hat Folgen. Es erinnert an die Spannung zwischen Klarheit, Mut und Rücksicht im Umgang mit Menschen. Aufklärung verlangt deshalb auch Takt und genaue Wahrnehmung. Das macht den Satz bis heute aktuell.

Verwendung

Passend für Reden über Ehrlichkeit, Debattenkultur, Journalismus, Wissenschaft oder Konfliktgespräche. Der Ton ist geistreich und leicht ironisch. Gut als Einstieg in Diskussionen, Kolumnen, Vorträge oder Karten für Menschen mit scharfem Verstand. Auch geeignet für humorvolle Hinweise auf unbequeme Wahrheiten. Besonders bei kluger Rahmung. Gut platzierbar.

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Über Georg Christoph Lichtenberg

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1742 - 1799

Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799) war der erste deutsche Professor für Experimentalphysik und Begründer des deutschsprachigen Aphorismus.

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Als Physiker, Naturforscher und Mathematiker vereinte Lichtenberg Naturwissenschaft und Literatur in einer zur Aufklärungszeit seltenen Weise. Er lehrte an der Universität Göttingen, wo er bis zu seinem Tod wirkte und mit seinen sogenannten „Sudelbüchern" ein einzigartiges literarisches Werk hinterließ.

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