
Wer führt darf denen, die er führt, nicht im Wege stehen
Bedeutung
Laotse beschreibt Führung als Zurücknahme statt dauernder Einmischung. Wer führt, darf denen, die er führt, nicht im Wege stehen: Leitung soll Richtung geben, aber Entwicklung, Verantwortung und Bewegung nicht blockieren. Der Satz passt zu einem leisen Führungsverständnis, in dem Autorität nicht durch Kontrolle glänzt. Gute Führung erkennt man daran, dass andere handeln können, ohne ständig behindert oder bevormundet zu werden und selbst wachsen dürfen.
Verwendung
Geeignet für Führungskräftetrainings, Teamkultur, Projektarbeit, Schule oder Mentoring. Der Spruch passt, wenn Leitung als Ermöglichung beschrieben werden soll. Besonders hilfreich ist er in Kontexten, in denen Kontrolle reduziert und Eigenverantwortung gestärkt werden soll, etwa bei neuen Teams, Auszubildenden oder Projektübergaben.
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Über Laotse
Über den Autor
Philosoph · 6. Jhdt.
Laotse (6. Jh. v. Chr.) war ein legendärer chinesischer Philosoph, dem das Daodejing zugeschrieben wird – das Hauptwerk des von ihm begründeten Daoismus.
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Ob Laotse tatsächlich existierte, ist bis heute ungeklärt: Der Chronist Sima Qian gestand im 1. Jahrhundert v. Chr. selbst, widersprüchliche Quellen vorzufinden. Das ihm zugeschriebene Daodejing entstand wohl spätestens im 4. Jahrhundert v. Chr. und wurde erst unter Han-Kaiser Jing (157–141 v. Chr.) unter diesem Titel zusammengefasst.
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