
Der ans Ziel getragen wurde, darf nicht glauben, es erreicht zu haben.
Bedeutung
Ebner-Eschenbach zieht eine scharfe Linie zwischen echtem und vermeintlichem Erfolg: Wer ans Ziel gebracht wurde – durch Glück, durch andere, durch günstige Umstände – hat es nicht selbst erreicht. Das Verdienst gehört dem Weg, nicht dem Ankommen. Wer das vergisst, baut seine Selbsteinschätzung auf falschen Grundlagen. Im Zusammenhang mit Faulheit gewinnt der Gedanke zusätzliches Gewicht, weil er eine konkrete Haltung sichtbar macht. Gerade dadurch eignet sich der Spruch für Leserinnen und Leser, die eine kurze Aussage mit erkennbarem innerem Kern suchen. Der Satz zielt auf Lernen, Können oder Orientierung als praktische Erfahrung. Er wirkt nicht durch bloße Belehrung, sondern dadurch, dass er eine konkrete Haltung zu Irrtum, Ziel oder Wissen verlangt.
Verwendung
Als Argument für Bescheidenheit gegenüber Erfolgen, die man nicht vollständig selbst erarbeitet hat. Passend in Gesprächen über Verdienst und Privileg, als Warnung vor überheblichem Erfolgsdenken oder als Einladung zur Dankbarkeit gegenüber denen, die getragen haben. Er passt in kurze Reden, Briefe oder begleitende Texte, wenn der Anlass klar benannt wird. Passend ist er für persönliche Nachrichten, kurze Reden oder Reflexionen, wenn der Anlass die Aussage wirklich trägt. Ein konkreter Bezug macht den Spruch wärmer und weniger austauschbar.
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Über Marie von Ebner-Eschenbach
Über den Autor
Schriftsteller · Österreichisch · 1830 - 1916
Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) war eine österreichische Freifrau und Schriftstellerin, deren psychologische Erzählungen zu den herausragenden deutschsprachigen Werken des 19. Jahrhunderts zählen.
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Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
— Marie von Ebner-Eschenbach
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— Marie von Ebner-Eschenbach
Unter 100 Menschen liebe ich nur einen, unter 100 Hunden 99.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Ein Freund versteht deine Vergangenheit, glaubt an deine Zukunft und akzeptiert dich heute, so wie du bist.
Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.
— Konfuzius
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