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Wer überlegt, sucht auch Beweggründe, nicht zu dürfen

Spruchbild: Wer überlegt, sucht auch Beweggründe, nicht zu dürfen.

Wer überlegt, sucht auch Beweggründe, nicht zu dürfen.

Bedeutung

Lessing beschreibt die Schattenseite des Überlegens. Wer nachdenkt, findet nicht nur Gründe zu handeln, sondern auch Gründe, etwas nicht zu dürfen oder besser zu lassen. Der Satz ist fein ironisch: Vernunft kann klären, aber sie kann auch Hemmungen, Verbote und Ausreden vermehren. Gemeint ist nicht Gedankenlosigkeit als Ideal, sondern die Beobachtung, dass Reflexion Handlungsfreude bremsen kann, wenn sie nur nach Einwänden sucht und zaudert.

Verwendung

Geeignet für Texte über Zweifel, Entscheidungshemmung, Moral, Kreativität oder Aufbruch. Der Spruch passt, wenn übermäßiges Abwägen als Bremse sichtbar werden soll. In Reden kann er einen lockeren Übergang vom Nachdenken zum Handeln schaffen, ohne Vernunft grundsätzlich abzuwerten oder lächerlich zu machen.

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Über Gotthold Ephraim Lessing

Über den Autor

Dichter · Deutsch · 1729 - 1781

Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) war Dichter der Aufklärung, dessen Dramen und theoretische Schriften dem Toleranzgedanken verpflichtet sind.

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Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz in der Oberlausitz geboren und starb am 15. Februar 1781 in Braunschweig. Er gilt als erster deutscher Dramatiker, dessen Werk bis heute ununterbrochen auf Theaterbühnen aufgeführt wird. Mit seinen Dramen und Schriften beeinflusste er die Entwicklung des deutschsprachigen Theaters und die öffentliche Wirkung von Literatur nachhaltig.

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Quadratisches Spruchbild: Wer überlegt, sucht auch Beweggründe, nicht zu dürfen.

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