
Es ist Zeit, dass wir gehen. Ich, um zu sterben, und ihr, um weiterzuleben.
Bedeutung
Der Sokrates zugeschriebene Abschied trennt Sterben und Weiterleben in großer Ruhe. Der Sprecher akzeptiert, dass sein Weg endet, während die anderen ihren Weg fortsetzen. Der Satz ist schlicht, aber existenziell: Tod und Leben gehen auseinander, ohne Pathos und ohne Vorwurf. Für Trauernde kann darin eine würdige Erlaubnis liegen, weiterzuleben. Gleichzeitig bleibt der Abschied deutlich und endgültig. Der Spruch passt zu einer philosophischen Haltung, die Sterben als Teil der menschlichen Ordnung annimmt.
Verwendung
Geeignet für Trauerreden, philosophische Gedenktexte, Abschiedsbriefe oder säkulare Trauerfeiern. Der Spruch passt, wenn ein ruhiger, klarer Ton gesucht wird, der den Tod anerkennt und den Hinterbliebenen zugleich das Weiterleben zuspricht. Auch für kurze Begleittexte bietet er einen klaren, gut verständlichen Bezug zum jeweiligen Anlass und dessen Stimmung.
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Über Sokrates
Über den Autor
Philosoph · Antik-Griechisch · 470 - 399 v. Chr.
Sokrates (469–399 v. Chr.) war ein athenischer Philosoph, der mit seiner Methode des strukturierten Dialogs – der Maieutik – die Grundlage des abendländischen Denkens legte.
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Sokrates hinterließ keine eigenen Schriften; sein Denken ist allein durch die Werke seiner Schüler Platon und Xenophon überliefert. Er wurde wegen angeblich verderblichen Einflusses auf die Jugend und Missachtung der Götter zum Tod verurteilt, lehnte eine Flucht aus Respekt vor den Gesetzen ab und starb durch den Schierlingsbecher. Sein Einfluss auf die Philosophiegeschichte ist so prägend, dass alle griechischen Denker vor ihm heute als Vorsokratiker bezeichnet werden.

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— Platon
Ein Freund versteht deine Vergangenheit, glaubt an deine Zukunft und akzeptiert dich heute, so wie du bist.
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