
Dissonanzen geben der Musik den schönsten Reiz, wie Schmerzen im Leben.
Bedeutung
Schumann zieht eine Analogie zwischen Musik und Leben. Dissonanzen erzeugen Spannung, Tiefe und Reiz, so wie Schmerzen dem Leben Erfahrung und Ernst geben können. Der Satz verherrlicht Schmerz nur dann, wenn man ihn unvorsichtig liest. Sinnvoll verstanden sagt er: Nicht nur Harmonie macht Schönheit aus; auch Brüche und Spannung können Bedeutung schaffen. Gerade Kunst zeigt, dass Schwieriges nicht wertlos ist, sondern Ausdruckskraft gewinnen kann.
Verwendung
Passend für Musiktexte, künstlerische Reflexionen, Lebensrückblicke oder behutsame Texte über Krisen. Bei akutem Leid sollte der Spruch vorsichtig eingesetzt werden, weil er Schmerz nicht romantisieren darf; stärker wirkt er mit Abstand und ästhetischem Kontext. Ein deutlicher Kunstbezug hilft spürbar.
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Über Robert Schumann
Über den Autor
1810 - 1856
Robert Schumann (1810–1856) war ein deutscher Komponist der Romantik, der im Ehejahr mit Clara Wieck allein knapp 150 Lieder schrieb und eine literarisch-musikalische Doppelbegabung verkörperte.
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Schumann begann sein Schaffen mit Klaviermusik, bevor er Orchesterwerke, vier Sinfonien, Kammermusik und eine Oper schuf. Neben seinen Kompositionen wirkte er ab 1834 als einflussreicher Musikkritiker, der eine poetische Musik der Zukunft propagierte und sich dabei bewusst von Franz Liszts Programmmusik abgrenzte. Sein Spätwerk, lange als Zeichen geistigen Verfalls abgetan, wird durch neuere Musikwissenschaft neu bewertet.
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